Therapiemöglichkeiten
Liegen keine anatomischen Veränderungen wie z.B. verkrümmte Nasenscheidewand, Polypen, vergrößerte Mandeln oder Probleme mit den Nasennebenhöhlen vor, können Sie auf verschiedene Hilfsmittel und Therapiemöglichkeiten zurückgreifen. Bei Atemaussetzer ist es unbedingt erforderlich, mit dem Arzt zu sprechen!

Nasenklammern oder Nasenpflaster
Diese sorgen dafür, dass der Atemweg durch die Nase frei bleibt.

Atemmaske C-PAP
Der Patient trägt während des Schlafes eine Atemmaske und ist über einen Schlauch mit dem eigentlichen Gerät zur Überdruckatmung verbunden. Die Anpassung erfolgt im Schlaflabor. An die Geräusche und dem mangelnden Komfort muss man sich gewöhnen. Wichtig: Die Atemmaske ist zur Behandlung von Schlaf-Apnoe (Atemaussetzer) und nicht gegen einfaches Schnarchen vorgesehen.

Protrusionsschienen
Besonders effektiv, schonend und komfortabel sind Protrusionsschienen wie SleepPlus. Sie führen und halten den Unterkiefer während des Schlafes nach vorne, manchmal auch vor die oberen Zähne. Ein Zurückfallen des Unterkiefers mit dem Zungengrund wird dadurch verhindert. Das Schnarchen kann damit reduziert oder sogar abgestellt werden. Die Methode von Protrusionsschienen ist schon seit über 20 Jahren erprobt und anerkannt. Sie wurde zuerst in USA entwickelt und erfährt zunehmendes Interesse in der ganzen Welt.

Biofunktionelle Therapie
Es wurde festgestellt, dass bei gesunden Menschen bei geschlossenem Mund keine Schnarchgeräusche entstehen. Mit der biofunktionellen Therapie » Silencos wird der äußere und innere Mundschluss trainiert und das Gaumensegel gekräftigt. Die Übungen zur Kräftigung der Lippenmuskulatur und des Gaumensegels sind einfach erlernbar. Bereits nach zwei bis drei Monaten kann sich der Behandlungserfolg einstellen. Die individuell hergestellte Nachtvariante unterstützt den Mundschluss in der Nacht.

übrigens: Die biofunktionelle Therapie eignet sich sehr gut auch für Kinder! Wenn Mundatmung, fehlender Mundschluss bzw. fehlende geschlossene Ruhelage Fehlstörungen oder kindliches Schnarchen hervorrufen, dann kann der Kieferorthopäde oder die Logopädin übungen anlernen. Die Biofunktionelle Therapie kann Zahn- und Kieferfehlstellungen schon vor dem Entstehen verhindern.

Auch in der Rehabilitation kann die Biofunktionelle Therapie eingesetzt werden, z.B. nach Tumoroperationen oder Schlaganfall. Sie unterstützt die Patienten beim Aufbau der Mundbodenmuskulatur. Regelmäßiges Training und Schluckübungen können die gesunden Funktionen der Mund- und Rachenmuskulatur aufbauen und helfen den Patienten, wieder ein selbstbestimmtes Leben führe zu können.

GENERELL GILT:
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Zahnarzt beraten,
welche Therapiemöglichkeit am besten für Sie passt.


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